Ich freue mich über jeden, der kommt

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Bischof Franz-Josef Overbeck im Interview von 09.03.18 /
Quelle: https://www.ksta.de/29845672 ©2018

Herr Bischof, Ihr Bistum Essen ist in einer Studie zum Kirchenaustritt der Frage nachgegangen, wie die Kirche sich verändern sollte. Was ist für Sie das wichtigste Ergebnis?

Die Entwicklung der letzten Jahre zeigt, dass die Formen der Verbundenheit oder des Zugehörigkeitsgefühls zur Kirche unendlich viel pluraler geworden sind, als wir in der Kirchenleitung uns das je gedacht hätten. Darauf müssen wir uns einstellen.

Wie?

Indem wir von der Freiheit nicht nur reden, sondern kirchliche Lebensräume schaffen, die das auch widerspiegeln. Andernfalls werden uns noch mehr Menschen den Rücken kehren – in aller Freiheit.

Können Sie ein Beispiel nennen?

Wir bieten im Bistum Essen neuerdings Segnungsgottesdienste für Neugeborene an. Selbstverständlich begründet auch weiterhin nur die Taufe die Mitgliedschaft in der Kirche, die wir uns wünschen. Aber unser Angebot einer Segnungsfeier nimmt jene ernst, die unsere Nähe suchen und den Segen Gottes für ihr Kind erbitten.

Meint das der Papst, wenn er sagt, dass die Kirche „an die Ränder gehen“ müsse?

Das Bild vom „Rand“ setzt voraus, dass es eine Mitte gibt, ein Zentrum – und dementsprechend eine nach Nähe oder Ferne hierzu gestaffelte Zugehörigkeit. Diese Sicht passt aber nicht mehr. Wenn der Papst im Plural von „Rändern“ spricht, wird er damit der wachsenden Pluralität in der Kirche eher gerecht. Vielfalt führt von sich aus näher an die  Menschen und ermöglicht neue Kontakte. Die allerdings müssen auch wahrgenommen werden.

Aber was ist dann Ihre Minimalanforderung an  „echte“ Christen?

Das ist zunächst und vor allem das Bekenntnis zu Jesus Christus als Sohn Gottes und Erlöser der Welt, sodann der Empfang der Taufe. In weiteren Schritten kommen dann noch Firmung und Eucharistie hinzu, sowie die Bereitschaft, in der Gemeinschaft der Kirche den Glauben zu bezeugen. Einfacher gesagt: nicht bloß einen selbst gebastelten Glauben zu leben. Jenseits dieser ganz wenigen Essentials hat es in 2000 Jahren Kirchengeschichte eine solche Vielfalt an Vorstellungen gegeben, was zu einem guten Christen gehöre, dass wir mit Pflicht- und Leistungskatalogen sehr, sehr vorsichtig sein  und sie schon gar nicht primär moralisch füllen sollten.

Zumal ja die allermeisten ihrer Mitglieder nur kaum Berührungspunkte mit der Institution Kirche haben, die ihnen Vorschriften machen könnte.

Wir haben im Bistum Essen sonntags einen Kirchenbesuch von acht Prozent. Wir sollten es sehr zu schätzen wissen, dass sich mehr als 90 Prozent der Essener Katholiken zur Kirche gehörig fühlen oder sie zumindest finanziell unterstützen und fördern, obwohl sie sonntags in der Regel nicht zum Gottesdienst kommen und unsere Dienstleistungen höchstens punktuell in Anspruch nehmen.

Aber bedauern Sie das  nicht doch?

Über diese Phase bin ich längst hinaus. Ich lade herzlich ein und freue mich über jeden, der kommt. Was mich allerdings schon beschäftigt, ist die Frage, welche Christen wir in der nächsten und übernächsten Generation haben werden, die sich in der Kirche engagieren und ihr verlässlich ein Gesicht geben. Denn machen wir uns nichts vor: Diese Aktiven brauchen wir schon. Ich hoffe, es gelingt uns, sie in genügender Zahl zu finden und gleichzeitig attraktiv für Sympathisanten zu sein, wo sie auch herkommen und wo immer sie sonst stehen. Die immer weiter sinkende Zahl von Priestern führt unweigerlich zu neuen Formen kirchlichen Lebens. Wir sprechen heute noch von „Gemeinden“ und haben dabei das Modell einer Pfarrei auf einem bestimmten Territorium im Kopf. Aber dabei wird es kaum bleiben.

Was stellen Sie sich stattdessen vor?

Ich nenne es einmal „Kernorte des Glaubens“, eingebettet in große Territorialpfarreien, wo sich dann auch die Leitungsfrage noch einmal ganz anders stellen wird. Sie nur von den Priestern her zu beantworten, wird nicht möglich sein.

Essen hat als erstes Bistum in großem Stil Kirchen geschlossen und Pfarreien fusioniert. Vor weiterem Schwund bewahrt hat es Sie nicht. Verstehen Sie, wenn andere Bischöfe vor Essener Verhältnissen warnen?

In einem Ballungsraum wie dem Ruhrgebiet lässt sich sehr gut studieren und erproben, wie das Leben in Pluralität und Freiheit heute und in Zukunft aussieht. Wenn wir als Kirche möchten, dass Menschen sich in Freiheit an uns binden, müssen wir noch sehr viel pluralitätsfähiger werden, als wir es heute sind. Deswegen kann ich nur dazu raten, unter den „Essener Verhältnissen“ nicht eine Art ansteckende Krankheit zu verstehen, sondern eine Vorwegnahme dessen, worauf sich die Kirche in Deutschland und in ganz vielen Teilen Europas insgesamt einstellen muss – oder besser: spirituell und institutionell einstellen darf.

Zukunftswerkstatt.... 28.01.18

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Ca. 60 interessierte Christen – jung und alt und aus allen Gemeindebereichen des Seelsorgebereichs  - starteten den Prozess: die Zukunft der Gemeinden zu gestalten.
Im Impulsreferat  machte Herr Ölgemöller von der Thomas-Morus-Akademie deutlich, wie dramatisch sich die Bindungen an Kirche bereits verändert haben und noch ändern werden. … „wir werden Diaspora“. 

Über die  folgenden Fragestellungen sind Kleingruppen intensiv  ins Gespräch gekommen:

-        Wo gibt es Schlaglöcher und Stolpersteine?
-        Wo müssen wir noch umbauen?
-        Wo könnte es besser laufen?
-        Wo müssen wir Arbeit reinstecken, weil es so wichtig ist? 

Eine Vielzahl von Ideen bzw. Lösungsvorschlägen wurden diskutiert, auf Karten geschrieben und erneut geclustert, anschließend konnten diese noch bewertet werden. 

Der sehr produktive und  Erfolg versprechende  Nachmittag endete mit einem gemeinsamen Gottesdienst. 

Jetzt liegt die Aufgabe in den Händen der Pfarrgemeinderäte. Es wird also weitergedacht, weiterentwickelt, geplant und so manches wird – hoffentlich bald – realisiert.

Kooperation - gemeinsam auf dem Weg

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Zusammen mit dem Pfarrer Herrn Hermann Josef Zeyen sind wir, die Christen der Pfarreiengemeinschaft Troisdorf und die der Pfarrei St. Johannes seit einem Jahr gemeinsam auf dem Weg.
Ziel aller Anstrengungen ist: Synergien zu nutzen, gemeinsam zu gestalten, Freiräume, „Zeit“ für seelsorgerische Aufgaben zu schaffen.

Realisiert wurde:

  • das komplette Seelsorgeteam kann Pfarrgrenzen übergreifend eingesetzt werden und agieren
  • eine abgestimmte Gottesdienstordnung ist in Kraft
  • die organisatorischen Verwaltungssysteme der Pfarrbüros wurden aufeinander angepasst
  • die Zugriffsmöglichkeiten der Pfarrbüros auf diese Systeme sind gleichberechtig
  • die beiden Verwaltungsleiterinnen - Frau Herlyn und Frau Issinghoff - sind Pfarrgrenzen übergreifend für die Bereiche Personal und Kindergärten tätig
  • zwei wichtige Bauplanungen „Bau des Pfarrzentrums in Sieglar“ und „Bau eines Pfarrzentrums mit Kindergarten in St. Hippolytus“ werden in den zuständigen Gremien beraten; Finanzfragen sind noch zu klären.

Sicherlich bleibt noch vieles zu tun - die Gemeinden sind auf Ihre / Deine Hilfe angewiesen; wir brauchen Sie / Dich!
Das Seelsorgeteam oder die Pfarrbüros nehmen daher gerne Ihr / Dein Interesse zur  Mitarbeit und Unterstützung auf.
Herzlichen  Dank!

 

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Kooperation

Veränderungen, Wandel immer etwas Neues….
Nicht neu ist: es fehlen seit langem Priester sowie weibliche und männliche Fachkräfte, die seelsorgerische Aufgaben in einer Gemeinde wahrnehmen könnten.
Konsequenz: die Troisdorfer Stadtgemeinden Hl. Familie, St. Georg, St. Gerhard, St. Hippolytus, St. Mariä Himmelfahrt und St. Maria Königin werden zum 01.12.2016 Kooperationsgemeinden zur Kirchengemeinde Sieglar mit ihren Ortskirchen St Johannes, Herz-Jesu, St. Peter und Paul und St. Antonius.
Die damit verbundene große Aufgabe hat als leitender Pfarrer Hermann Josef Zeyen übernommen.
Seine feierliche Einführung mit anschließendem Empfang im Cafe Bauhaus fand am 11.12.2016 in St. Hippolytus statt.

Unsere aktuellen Pfarrnachrichten

St.Johannes (c) St.Johannes

Alle 14 Tage erscheinen die Pfarrnachrichten und bieten einen Überblick über alle laufenden Aktivitäten unserer Kirchengemeinde.

Die aktuellen Pfarrnachrichten

Aktuelles

Wallfahrt nach Bödingen

13. April 2018 18:26

Die diesjährige Wallfahrt nach Bödingen findet am Sonntag, 06.05.2018 statt. Heilige Messe um 16 Uhr

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Kita "Herz- Jesu" in der Fastenzeit

13. April 2018 18:20

Nach den fröhlichen Karnevalstagen begann auch bei uns die Fastenzeit. Für Aschermittwoch nahmen wir unsere fröhliche Karnevalsdeko ab, verbrannten die alten Palmzweige und die Luftschlangen. ...

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Patientengruß

1. April 2018 10:01

Auch in diesem Jahr haben die Frauen der KfD Herz-Jesu gemeinsam mit Diakon Ersfeld den Gruß der Gemeinde für die Caritas-Pflegepatienten möglich gemacht. ...

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Krönung 05.05.2018

20. März 2018 12:08

"Jrön (jerock) em Mai" Krönung der Schützenbruderschaft St. Hubertus Sieglar im Festzelt auf dem Sieglarer Marktplatz mit anschließender Party. Sie sind herzlich eingeladen!

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Förderung und Koordination des ehrenamtlichen Engagements

15. März 2018 12:01

Hier wartet eine interessante Aufgabe auf Sie! Die Katholischen Kirche in Troisdorf mit der Pfarreiengemeinschaft Troisdorf in den östlichen Stadtteilen und der Pfarrgemeinde St. ...

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Bingo

7. März 2018 12:46

Bingo bleibt bei uns steuerfrei! Termine 16.3., 20.4., 11.5., 15.6., 13.7., 17.8., 14.9., 12.10., 16.11., 21.12. 2018. ...

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Sozialdienst katholischer Frauen SKF

3. März 2018 11:18

Sozialdienst katholischer Frauen e.V. Bonn und Rhein-Sieg-Kreis Außenstelle: Pfarrer-Kenntemich-Platz 27, Troisdorf Allgemeine Sozialberatung Unsere Beraterin Heike Gießrigl unterstützt Frauen ...

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feierAbend mit der Bibel

14. Februar 2018 13:35

Ökumenische Bibelabende zum Hohenlied Donnerstag, 8. März 2018, 19 Uhr Dietrich-Bonhoeffer-Haus,. Bonhoefferstraße 4 . Friedrich-Wilhelms-Hütte Donnerstag, 22. ...

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500 Euro für die Kinderstiftung

23. Januar 2018 14:01

Die Senioren-Gemeinschaft der Herz-Jesu Kirche konnte auch in diesem Jahr eine Spende von 500 Euro an die Troisdorfer Kinderstiftung - vertreten durch den Schirmherrn Uwe Göllner - übergeben. ...

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