Visitation - Eindrücke des Bischofs

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Zum Abschluss seiner Visitation des „Sendungsraums“ Troisdorf hatte unser Weihbischof Ansgar Puff die Gemeinden eingeladen, von seinen Eindrücken bei uns zu hören.
In seinem Vortrag berichtete er sehr genau von allen Terminen, die er im März wahrnehmen konnte und hörte auch kritische Fragen an.

Inspirierend für die Zukunft der katholischen Kirche in Troisdorf könnten folgende Gedanken sein: 

„Sendungsraum“ Hinter diesem neuen Begriff steht nach Meinung unseres Bischofs eine missionarische Fragestellung: „Wie können wir Christen sein für diese Stadt? Wie können wir so leben, dass in anderen ihre verborgene Sehnsucht nach Gott wach wird?“
Weil die Zahlen der kirchlich aktiven Gläubigen und auch der Seelsorgerinnen und Seelsorger kleiner werden, empfiehlt der Bischof für die Zukunft „eine Konzentration am Sonntag sowie eine Dezentralisierung im Alltag“.

Die Gemeinden sollen ihr Leben als Christen vor Ort pflegen und dort in großer Selbstverantwortung eine Heimat bewahren. Sonntags werde es irgendwann eine Konzentration auf weniger Kirchen geben, an denen man zur Eucharistiefeier und zur Begegnung im Anschluss zusammen kommt. 

Ein Raumkonzept für den ganzen Sendungsraum ist im Gespräch: Wie können wir sicher stellen, dass sich auch in Zukunft in jeder Gemeinde Christen treffen können? Der Bischof sieht hier eine zentrale Aufgabe und empfiehlt, eine Arbeitsgruppe zu bilden, die unter pastoraler Perspektive danach fragt, welche Räume in Zukunft gebraucht werden. Der PGR sei hier in der Verantwortung und sollte gemeinsam mit Vertretern der Kirchenvorstände, des Generalvikariats und dem Pastoralteam ein Konzept erarbeiten. 

Flüchtlingsarbeit Der Bischof hob lobend hervor, dass in Troisdorf die Hilfsbereitschaft in vielen Initiativen -  besonders ökumenisch im „Cafe International“ -  dauerhaft trägt. 

Jugend und Kirche Als Firmbischof hat Ansgar Puff viele Kontakte zu Jugendlichen. Er hat im Gespräch darauf hingewiesen, wie sehr diese persönliche Beziehungen brauchen, um zum Glauben der Kirche zu finden. Er ermutigt dazu, unabhängig von Jugendmessen nach neuen Formen von Gebet und Gottesdienst mit ihnen zu suchen.

Ich freue mich über jeden, der kommt

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Bischof Franz-Josef Overbeck im Interview von 09.03.18 /
Quelle: https://www.ksta.de/29845672 ©2018

Herr Bischof, Ihr Bistum Essen ist in einer Studie zum Kirchenaustritt der Frage nachgegangen, wie die Kirche sich verändern sollte. Was ist für Sie das wichtigste Ergebnis?

Die Entwicklung der letzten Jahre zeigt, dass die Formen der Verbundenheit oder des Zugehörigkeitsgefühls zur Kirche unendlich viel pluraler geworden sind, als wir in der Kirchenleitung uns das je gedacht hätten. Darauf müssen wir uns einstellen.

Wie?

Indem wir von der Freiheit nicht nur reden, sondern kirchliche Lebensräume schaffen, die das auch widerspiegeln. Andernfalls werden uns noch mehr Menschen den Rücken kehren – in aller Freiheit.

Können Sie ein Beispiel nennen?

Wir bieten im Bistum Essen neuerdings Segnungsgottesdienste für Neugeborene an. Selbstverständlich begründet auch weiterhin nur die Taufe die Mitgliedschaft in der Kirche, die wir uns wünschen. Aber unser Angebot einer Segnungsfeier nimmt jene ernst, die unsere Nähe suchen und den Segen Gottes für ihr Kind erbitten.

Meint das der Papst, wenn er sagt, dass die Kirche „an die Ränder gehen“ müsse?

Das Bild vom „Rand“ setzt voraus, dass es eine Mitte gibt, ein Zentrum – und dementsprechend eine nach Nähe oder Ferne hierzu gestaffelte Zugehörigkeit. Diese Sicht passt aber nicht mehr. Wenn der Papst im Plural von „Rändern“ spricht, wird er damit der wachsenden Pluralität in der Kirche eher gerecht. Vielfalt führt von sich aus näher an die  Menschen und ermöglicht neue Kontakte. Die allerdings müssen auch wahrgenommen werden.

Aber was ist dann Ihre Minimalanforderung an  „echte“ Christen?

Das ist zunächst und vor allem das Bekenntnis zu Jesus Christus als Sohn Gottes und Erlöser der Welt, sodann der Empfang der Taufe. In weiteren Schritten kommen dann noch Firmung und Eucharistie hinzu, sowie die Bereitschaft, in der Gemeinschaft der Kirche den Glauben zu bezeugen. Einfacher gesagt: nicht bloß einen selbst gebastelten Glauben zu leben. Jenseits dieser ganz wenigen Essentials hat es in 2000 Jahren Kirchengeschichte eine solche Vielfalt an Vorstellungen gegeben, was zu einem guten Christen gehöre, dass wir mit Pflicht- und Leistungskatalogen sehr, sehr vorsichtig sein  und sie schon gar nicht primär moralisch füllen sollten.

Zumal ja die allermeisten ihrer Mitglieder nur kaum Berührungspunkte mit der Institution Kirche haben, die ihnen Vorschriften machen könnte.

Wir haben im Bistum Essen sonntags einen Kirchenbesuch von acht Prozent. Wir sollten es sehr zu schätzen wissen, dass sich mehr als 90 Prozent der Essener Katholiken zur Kirche gehörig fühlen oder sie zumindest finanziell unterstützen und fördern, obwohl sie sonntags in der Regel nicht zum Gottesdienst kommen und unsere Dienstleistungen höchstens punktuell in Anspruch nehmen.

Aber bedauern Sie das  nicht doch?

Über diese Phase bin ich längst hinaus. Ich lade herzlich ein und freue mich über jeden, der kommt. Was mich allerdings schon beschäftigt, ist die Frage, welche Christen wir in der nächsten und übernächsten Generation haben werden, die sich in der Kirche engagieren und ihr verlässlich ein Gesicht geben. Denn machen wir uns nichts vor: Diese Aktiven brauchen wir schon. Ich hoffe, es gelingt uns, sie in genügender Zahl zu finden und gleichzeitig attraktiv für Sympathisanten zu sein, wo sie auch herkommen und wo immer sie sonst stehen. Die immer weiter sinkende Zahl von Priestern führt unweigerlich zu neuen Formen kirchlichen Lebens. Wir sprechen heute noch von „Gemeinden“ und haben dabei das Modell einer Pfarrei auf einem bestimmten Territorium im Kopf. Aber dabei wird es kaum bleiben.

Was stellen Sie sich stattdessen vor?

Ich nenne es einmal „Kernorte des Glaubens“, eingebettet in große Territorialpfarreien, wo sich dann auch die Leitungsfrage noch einmal ganz anders stellen wird. Sie nur von den Priestern her zu beantworten, wird nicht möglich sein.

Essen hat als erstes Bistum in großem Stil Kirchen geschlossen und Pfarreien fusioniert. Vor weiterem Schwund bewahrt hat es Sie nicht. Verstehen Sie, wenn andere Bischöfe vor Essener Verhältnissen warnen?

In einem Ballungsraum wie dem Ruhrgebiet lässt sich sehr gut studieren und erproben, wie das Leben in Pluralität und Freiheit heute und in Zukunft aussieht. Wenn wir als Kirche möchten, dass Menschen sich in Freiheit an uns binden, müssen wir noch sehr viel pluralitätsfähiger werden, als wir es heute sind. Deswegen kann ich nur dazu raten, unter den „Essener Verhältnissen“ nicht eine Art ansteckende Krankheit zu verstehen, sondern eine Vorwegnahme dessen, worauf sich die Kirche in Deutschland und in ganz vielen Teilen Europas insgesamt einstellen muss – oder besser: spirituell und institutionell einstellen darf.

Zukunftswerkstatt.... 28.01.18

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Ca. 60 interessierte Christen – jung und alt und aus allen Gemeindebereichen des Seelsorgebereichs  - starteten den Prozess: die Zukunft der Gemeinden zu gestalten.
Im Impulsreferat  machte Herr Ölgemöller von der Thomas-Morus-Akademie deutlich, wie dramatisch sich die Bindungen an Kirche bereits verändert haben und noch ändern werden. … „wir werden Diaspora“. 

Über die  folgenden Fragestellungen sind Kleingruppen intensiv  ins Gespräch gekommen:

-        Wo gibt es Schlaglöcher und Stolpersteine?
-        Wo müssen wir noch umbauen?
-        Wo könnte es besser laufen?
-        Wo müssen wir Arbeit reinstecken, weil es so wichtig ist? 

Eine Vielzahl von Ideen bzw. Lösungsvorschlägen wurden diskutiert, auf Karten geschrieben und erneut geclustert, anschließend konnten diese noch bewertet werden. 

Der sehr produktive und  Erfolg versprechende  Nachmittag endete mit einem gemeinsamen Gottesdienst. 

Jetzt liegt die Aufgabe in den Händen der Pfarrgemeinderäte. Es wird also weitergedacht, weiterentwickelt, geplant und so manches wird – hoffentlich bald – realisiert.

Kooperation - gemeinsam auf dem Weg

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Zusammen mit dem Pfarrer Herrn Hermann Josef Zeyen sind wir, die Christen der Pfarreiengemeinschaft Troisdorf und die der Pfarrei St. Johannes seit einem Jahr gemeinsam auf dem Weg.
Ziel aller Anstrengungen ist: Synergien zu nutzen, gemeinsam zu gestalten, Freiräume, „Zeit“ für seelsorgerische Aufgaben zu schaffen.

Realisiert wurde:

  • das komplette Seelsorgeteam kann Pfarrgrenzen übergreifend eingesetzt werden und agieren
  • eine abgestimmte Gottesdienstordnung ist in Kraft
  • die organisatorischen Verwaltungssysteme der Pfarrbüros wurden aufeinander angepasst
  • die Zugriffsmöglichkeiten der Pfarrbüros auf diese Systeme sind gleichberechtig
  • die beiden Verwaltungsleiterinnen - Frau Herlyn und Frau Issinghoff - sind Pfarrgrenzen übergreifend für die Bereiche Personal und Kindergärten tätig
  • zwei wichtige Bauplanungen „Bau des Pfarrzentrums in Sieglar“ und „Bau eines Pfarrzentrums mit Kindergarten in St. Hippolytus“ werden in den zuständigen Gremien beraten; Finanzfragen sind noch zu klären.

Sicherlich bleibt noch vieles zu tun - die Gemeinden sind auf Ihre / Deine Hilfe angewiesen; wir brauchen Sie / Dich!
Das Seelsorgeteam oder die Pfarrbüros nehmen daher gerne Ihr / Dein Interesse zur  Mitarbeit und Unterstützung auf.
Herzlichen  Dank!

 

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Kooperation

Veränderungen, Wandel immer etwas Neues….
Nicht neu ist: es fehlen seit langem Priester sowie weibliche und männliche Fachkräfte, die seelsorgerische Aufgaben in einer Gemeinde wahrnehmen könnten.
Konsequenz: die Troisdorfer Stadtgemeinden Hl. Familie, St. Georg, St. Gerhard, St. Hippolytus, St. Mariä Himmelfahrt und St. Maria Königin werden zum 01.12.2016 Kooperationsgemeinden zur Kirchengemeinde Sieglar mit ihren Ortskirchen St Johannes, Herz-Jesu, St. Peter und Paul und St. Antonius.
Die damit verbundene große Aufgabe hat als leitender Pfarrer Hermann Josef Zeyen übernommen.
Seine feierliche Einführung mit anschließendem Empfang im Cafe Bauhaus fand am 11.12.2016 in St. Hippolytus statt.

Unsere aktuellen Pfarrnachrichten

St.Johannes (c) St.Johannes

Alle 14 Tage erscheinen die Pfarrnachrichten und bieten einen Überblick über alle laufenden Aktivitäten unserer Kirchengemeinde.

Die aktuellen Pfarrnachrichten

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